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Fliesenarten

Fliesenarten im Überblick

Fliesenarten im Überblick
Fliesenarten | Keramikfliesen | Mosaikfliesen (Quelle: © Dmitry Koksharov - Fotolia.com)

Sie sind leicht zu reinigen, lange haltbar und tragen maßgeblich zum Gesamteindruck des Badezimmers bei: Fliesen. Doch spätestens wenn eine Badsanierung ins Haus steht wird klar: Fliese ist nicht gleich Fliese! Es gibt viele unterschiedliche Fliesenarten, jede hat eigene Stärken und Schwächen. Damit Sie leicht den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Informationen zu den bekanntesten Fliesenarten für Sie zusammengetragen.

Fliesen gibt es in vielen verschiedenen Größen, Farben und Mustern. Der aktuelle Badtrend geht hin zu großen Fliesen in Verbindung mit Bordüren oder zu kleinen Mosaikfliesen, die ein hübsches Muster ergeben. Die Standard-Mosaikfliesen sind bereits auf Netze geklebt, so wird ein gleichmäßiger Eindruck der Fugen erleichtert. Wer es individuell mag, kann sie auch einzeln erwerben und damit eigene Bilder und Ornamente erstellen.

Allgemeine Informationen zu Fliesenarten

Zwei Fliesenarten werden grundsätzlich unterschieden: glasierte und unglasierte Fliesen. Der kleine, feine Unterschied wird beim zweiten Brennvorgang aufgeschmolzen, nämlich eine farbige oder farblose keramische Glasur. Fliesen, die diese Behandlung durchlaufen haben, sind robuster gegen Reinigungsmittel und daher leichter sauber zu halten. Außerdem ist diese Fliesenart schmutz- und wasserabweisend. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber UV-Strahlen ist höher als die der unglasierten Fliesen. Sie eignen sich hervorragend für Nassräume, allerdings muss hier auf die Rutschfestigkeit Acht gegeben werden.


Fliesenarten: glasierte Mosaikfliesen (Quelle: © Exklusive Badezimmer Ideen - YouTube.com)


Unglasierte Fliesen sind robuster, was Einflüsse von oben angeht. Herunterfallende Gegenstände oder viel genutzte Laufwege stecken sie wesentlich besser weg als die glasierten Fliesen. Daher werden unglasierte Fliesen gern als Bodenfliesen genutzt. Sie sind insgesamt langlebiger und haben schon von Natur aus rutschhemmende Eigenschaften. Wer sie im Badezimmer als Bodenfliese legen möchte, sollte darauf achten, dass sie imprägniert sind. Die Imprägnierung erhöht ihre Widerstandsfähigkeit gegen Reinigungsmittel und verbessert die schmutzabweisenden Eigenschaften.

Ob man glasierte Fliesen verwendet oder unglasierte ist letztendlich Geschmackssache. Allerdings gibt es eins zu beachten: Wandfliesen sind nur für Wände geeignet, während Bodenfliesen an Boden und Wänden verlegt werden können. Bodenfliesen sind dicker als Wandfliesen, um den mechanischen Einflüssen beim darüber Laufen Stand halten zu können. Würde man Wandfliesen auf dem Boden verlegen hätte man nicht lange Freude daran: sie würden schnell splittern. Achten Sie daher auf die Klassifizierung der gewählten Fliesenart.


Der Sicherheitsfaktor bei den Fliesenarten

Damit es nicht zu Unfällen kommt, sind Fliesen in sogenannte Rutschklassen eingeteilt. Diese sind mit einem R, gefolgt von einer Zahl zwischen 9 und 13 gekennzeichnet. Je höher diese Zahl ist, desto rutschhemmender ist die Fliese. Allerdings lassen sich Fliesen mit hoher Rutschklasse auch schwieriger reinigen. Für private Wohnräume gibt es keine Vorschriften für die Wahl der Rutschklassen. Eine Empfehlung lautet, für Küchen und Badezimmer mindestens Fliesen der Rutschklasse 10 zu nutzen.

Neben der Rutschfestigkeit gibt es noch die Ritzhärte. Diese gilt für alle Fliesenarten, die glasiert sind. Die Ritzhärte liegt zwischen 1 und 10, und bezeichnet die Widerstandsfähigkeit der Glasur gegenüber ritzenden (kratzenden) Belastungen. Je höher die Zahl, desto höher ist die Belastbarkeit der Glasur.


Rutschfestigkeit von Fliesen mittels Imprägnierung erhöhen (Quelle: © WATCO GERMANY - YouTube.com)


Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Abriebgruppe. Sie gibt an, wie hoch die Beanspruchung der Fliesen sein darf und wo sie verwendet werden kann. Die Abriebgruppen gliedern sich wie folgt:

Abriebgruppe

mögliche Beanspruchung

empfohlene Verwendung

1
leicht
Wandfliesen
2
leicht bis mäßig
Schlafzimmer und Badezimmer
3
mäßig
Wohnzimmer
4
 stark
Küche, Esszimmer, Terrasse, Flur
5
sehr stark
gewerbliche Nutzung in Läden und Gaststätten

Übrigens: Wer lange Freude an seinen Fliesen haben möchte, sollte nur auf Fliesenarten zurückgreifen, die mit der Kennzeichnung "1. Ware" versehen sind. Nur diese Fliesen werden auf Maße, rechte Winkel und gerade Seiten überprüft. Zudem wird sichergestellt, dass diese Fliesen keine optischen Fehler wie "Pickel" oder Oberflächeneinschlüsse enthalten sind. Wer die Fliesen dort verwendet, wo es nicht so drauf ankommt (z.B. in der Werkstatt) kann hingegen auf "Minderware" zurückgreifen.


Fliesenarten im Schnellüberblick

Fliesenart
Material
Ihre Stärken
Ihre Schwächen

Steingut-

fliesen

  • grobporige Keramikfliese
  • leicht zuzuschneiden, ideal für verwinkelte Bereiche
  • wenig belastbar, daher nur als Wandfliese verwendbar
  • nicht frostsicher

Steinzeug-

fliesen

  • dichtere Keramikfliese
  • robust gegen Abrieb, Verschleiß und Putzmittel
  • frostsicher
  • rutschhemmend
  • glasierte Variante ist anfällig für Kratzer

Feinsteinzeug-

fliesen

  • sehr dichte Keramikfliese, kaum Poren
  • äußerst widerstandsfähig
  • auch für starke Beanspruchung geeignet
  • nimmt kaum Wasser auf: ideal fürs Badezimmer
  • hohe Härte, schwer zuschneidbar

Naturstein-

fliesen

  • Marmor, Granit
  • seltener Kalkstein, Sandstein, Schiefer, Quarzit, Basalt oder Travertin
  • frostsicher
  • spannende Optik durch natürliche, von Fliese zu Fliese unterschiedliche Strukturen und Farben
  • je nach Material (z.B. Granit) sehr langlebig und abriebfest
  • manche Materialien "arbeiten", z.B. ist es bei Schieferfliesen normal, dass sich kleine Teilchen ablösen
  • hohe Anschaffungskosten
  • Spezialwerkzeug zum Fliesenschneiden erforderlich
Fliesen mit besonderer Optik
  • Holzoptik
  • Steinoptik (Verblender)
  • Zementfliesen
  • PVC-Fliesen
  • Glas- und Porzellanfliesen
  • der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
  • echte Hingucker
  • Verlegung z.T. ohne Fuge ("auf Knirsch") möglich
  • Auswahl in kleineren Baumärkten gering, kontaktieren Sie Ihren Badsanierer für ein umfangreicheres Angebot!

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Josephine Ludwig
Josephine studiert Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaften an der TU Ilmenau und kennt sich aus in Sachen Badsanierung und Baddesign. Seit 2015 ist sie Mitglied im Ratgeber für Badsanierung.
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